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Lumbale Spinalkanalstenose (Schaufensterkrankheit der Wirbelsäule)

Die lumbale Spinalkanalstenose (SKS) ist eine Erkrankung des älteren Menschen. Selten tritt sie vor dem 60. Lebensjahr auf. Ob die Betroffenen im Leben viel oder wenig körperlich gearbeitet haben, spielt bei der Entstehung der Erkrankung, entgegen früherer Annahmen, eine untergeordnete Rolle.

Verengung (Stenose) des Spinalkanals mit Kompression der Nerven und Nervenwurzeln
Verengung (Stenose) des Spinalkanals mit Kompression der Nerven und Nervenwurzeln

Symptome

Typische Symptome bei der Verengung des Spinalkanals sind belastungsabhängige Beschwerden im unteren Rücken und v.a. in den Beinen: während es anfangs beim Laufen längerer Strecken zu Schmerzen und einem Trägheitsgefühl der Beine kommt, die beim pausieren rückläufig sind, entwickelt sich mittel- und langfristig eine zunehmende Einschränkung der Mobilität, weil nur noch kurze Strecken zurückgelegt werden können.  Anders als beispielsweise beim Bandscheibenvorfall treten die Beschwerden nicht plötzlich auf, charakteristisch ist vielmehr die langsam fortschreitende Verstärkung der Beschwerden.

Behandlungsmöglichkeiten

Während im Frühstadium ein Schwerpunkt auf der konservativen Therapie mit Schmerzmitteleinnahme und physiotherapeutischen Anwendungen liegt, stehen in bestimmten Situationen, beispielsweise beim im Vordergrund stehenden Rückenschmerzen, auch invasive Behandlungen wie gezielte Injektionen (Spritzen) als Option zur Verfügung.

Bei ausgeprägten Beschwerden und relevanter Reduktion der Mobilität ist die minimalinvasive und mikrochirurgische Operation mit einer Entlastung des Spinalkanals eine sichere und wirksame Behandlungsform dar. Große internationale Studien belegen die Wirksamkeit der Operation und zeigen, dass Betroffenen langfristig von einer Entlastung des Spinalkanals profitieren. Regelhaft kommt es zur spürbaren Verbesserung der Mobilität nach der Operation und zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität.

Ebenfalls ist durch große Studien belegt, dass in den allermeisten Fällen eine reine mikrochirurgische Entlastung des Spinalkanals, wie sie bei uns routinemäßig durchgeführt wird, ausreichend ist. Eine zusätzliche Stabilisierung, also das Einbringen von Schrauben in die Wirbelkörper, ist mit einem erhöhten Risiko für die Patienten assoziiert und daher regelhaft entbehrlich. Durch Instabilitäten verursachte Einengungen des Spinalakanals bilden eine Ausnahme.

Naturgemäß handelt es sich um eine Erkrankung des älteren Menschen. Bei der operativen Versorgung gibt es daher keine starre Obergrenze für das Alter. Vielmehr ist die individuelle Situation mit den Vorerkrankungen und dem allgemeinen Befunden der Patienten zu beurteilen. Gemeinsam mit den Narkoseärzten wird jeder Patient individuell beurteilt. Eine nicht verantwortbare Gefährdung der Patienten durch den Eingriff wird so vermieden.

Gerne beraten Sie und finden gemeinsam mit Ihnen eine sinnvolle Therapie!