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Donnerstag, 3. November 2016: Patientenveranstaltung Wirbelsäulenerkrankungen

Im Rahmen von vier Vorträgen werden die häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule vorgestellt.
Etablierte Therapieverfahren und innovative Konzepte bei der Versorgung werden dargestellt, bevor es in den Diskussionsrunden Gelegenheit gibt, Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr und endet etwa gegen 20.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Frankfurter Str. 168, Kassel, Sitzungszimmer, 1. Stock

Aufgrund einer begrenzte Teilnehmerzahl bitten wir um telefonische Anmeldung unter 0561 / 2031253.
Wir freuen uns auf Sie!


Die Vorträge im Einzelnen

Dr. med. Kordian Wojtas: In Bewegung bleiben
(Bandscheibenprothetik an der Halswirbelsäule)
Sollten Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule operiert werden müssen, ist in der Mehrzahl der Fälle eine Versorgung von vorne mit vollständiger Entfernung der Bandscheibe notwendig, um das Rückenmark zu schonen. Während früher und vielerorts noch heute die benachbarten Wirbelkörper „versteift“ wurden, in dem ein Stück Knochen oder ein Implantat eingesetzt wurde, wird im Wirbelsäulenzentrum eine Bandscheibenprothese eingebaut, die die Beweglichkeit in diesem Segment auch nach der Operation erhält. Internationale Studien belegen die hiermit verbundene schonende Auswirkung auf die benachbarten Segmente, es kommt zu weniger Folgeproblemen.

Thomas Kruschat: Der Rücken bricht durch
(Spondylolisthese)
Von einer Spondylolisthesis spricht man wenn es zu einem sogenannten Wirbelgleiten kommt. Hierbei stehen die Wirbelkörper nicht mehr wie ursprünglich von der Natur vorgesehen in einer Linie übereinander, sondern es kommt zu einer Verschiebung zweier Wirbelkörper gegeneinander. Bei der instabilen Spondylolisthesis bewegen sich die Wirbelkörper belastungsabhängig gegeneinander, was bei den betroffenen Patienten ein Gefühl hervorruft „als bräche der Rücken durch“. Durch die ausgeprägte Schmerzsymptomatik, nicht selten verbunden mit neurologischen Ausfällen, kommt es zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Häufig ist die stabilisierende Operation der einzige Weg um die Beschwerden dauerhaft zu lindern.


Dr. med. Jens Kleffmann, LL.M.: Wenn das Bein weh tut
(Lumbaler Bandscheibenvorfall)
Schmerzen im Bein können Folge eines Bandscheibenvorfalls im unteren Rücken (Lendenwirbelsäule) sein. Obwohl der Vorfall selbst nicht schmerzhaft ist, kann durch die raumfordernde Wirkung auf die benachbarten Nerven ein Rückenschmerz mit typischer Ausstrahlung in die Beine entstehen. Kürzlich veröffentlichte, große internationale Studien belegen die Wirksamkeit der operativen Therapie, die regelhaft mit geringem Risiko durchgeführt werden kann. Dennoch sollte eine Operation bei der Versorgung von Bandscheibenvorfällen die Ausnahme bleiben.

Alexander Stiegel: Die Schaufensterkrankheit der Wirbelsäule
(Lumbale Spinalkanalstenose)
Die Verengung des Wirbelkanals der Lendenwirbelsäule ist eine typische Erkrankung bei fortgeschrittenem Verschleiß der Wirbelsäule. Aufgrund der Verschleißerscheinung von Bandscheiben und Zwischenwirbelgelenken kommt es zu einer deutlichen Verdickung der Gelenke und der Bandstrukturen der Wirbelsäule, es bleibt weniger Platz für die Nerven. Hierdurch kommt es bei zunehmender Belastung zu Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine. Die Gehstrecke der betroffenen Patienten ist häufig verkürzt, z. B. „von Schaufenster zu Schaufenster.“ Zunächst hilft häufig noch die konservative Therapie, bei fortschreitender Symptomatik ist aber die operative Erweiterung des Spinalkanals in vielen Fällen eine sinnvolle Therapieoption.

Hier finden Sie den Artikel bei HNA-Online: www.hna.de/kassel/patientenveranstaltung-wirbelsaeulenerkrankung-6923561.html